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Aus der Dorfchronik 500 Jahre Steckenborn:
An der Katholischen Grundschule in Steckenborn nahm 1949 Herr Josef Poquett seine Lehrtätigkeit auf. Er verstand es sehr schnell, Mädchen und Jungen für die Musik zu begeistern und bildete eine Blockflöten- und eine Mandolinengruppe. Leider wurde Herr Poquett aber 1951 an die Katholische Volksschule Rott versetzt. Als Folge lösten sich die Gruppen wieder auf. Im Jahr 1956 kam Josef Poquett als Schulleiter zurück an die Volksschule in Steckenborn und begann zusammen mit seiner Frau Elsbeth Poquett, erneut eine Mandolinengruppe aufzubauen. Weihnachten 1957 traten die kleinen Musikanten im Saal Stollenwerk vor der Bevölkerung auf. Die Begeisterung für diese Art der Musik war sehr groß und tat dem kleinen „Orchester“ sehr gut. Viele Jungen und Mädchen lernten das Musizieren auf Mandolinen, Mandolen und Gitarren. Öffentliche Auftritte im Heimatort Steckenborn und in den umliegenden Orten gaben den Proben einen zusätzlichen Sinn. Leider erkrankte Josef Poquett 1964 ernsthaft. Die Dirigententätigkeit in der Mandolinengruppe musste er als Folge aufgeben. Für eine Weile trat eine Spielpause ein. Um dem beliebten Lehrer und Dirigenten zu danken, übte die Mandolinengruppe unter Leitung von Heinrich Poschen still und leise einige Musikstücke ein, die sie dem Lehrer Josef Poquett zum Abschied beim Wegzug nach Aachen spielten. Danach trat für die Mandolinengruppe eine längere Spielpause ein. Wozu Betriebsausflüge auch nützlich sein können! Die bei der Gemeinde Simmerath beschäftigen Maria Theißen und Heinrich Poschen überlegten beim Kollegenausflug 1975 Möglichkeiten, die Mandolinengruppe wieder zu beleben. Schließlich erklärte sich Heinrich Poschen bereit, vorübergehend die Gruppe zu dirigieren, obgleich er lieber eine Mandola gespielt hätte. Bereits 1976 konnte diese Mandolinengruppe ihr Können beim Kindergartenfest vorbringen. Es folgte im gleichen Jahr schon das musikalische Mitwirken bei der Christmette. Heinrich Poschen hatte seinen Wunsch, Mandola zu spielen, nie aufgegeben. Nach längerem Suchen konnte 1979 Edmund Braun als Dirigent gewonnen werden. Aufgrund der größeren Zahl von Mitwirkenden konnten auch andere Instrumente eingesetzt werden; z.B. Flöten und Contra-Bass. Ein großer Abend wurde der „Dorfabend“ am 20. Mai 1984 unter dem Motto „Verborgene Talente - musikalischer Reigen“. Es trat eine Vielzahl von Musik- und Tanzgruppen – insgesamt elf –, alle aus Steckenborn, auf und begeisterten die Dorfbevölkerung. In den folgenden Jahren mehrten sich die öffentlichen Auftritte der Mandolinengruppe. Eine Tradition setzt sich bis heute fort 1987 fand in der Katholischen Kirche St. Apollonia in Steckenborn eine Adventsvesper statt, die von der Mandolinengruppe gestaltet wurde. Hieraus folgte bis heute das jährliche vorweihnachtliche Konzert der Mandolinengruppe in der Kirche, unterbrochen nur vom Jubiläumsjahr 2000 – „25 Jahre Mandolinengruppe Steckenborn“ nach dem Wiederbeginn 1975 – und dem Jahr 2003 wegen Mitwirkung in der Christmette. Im Jahr 1993 gab Edmund Braun den Dirigentenstab weiter an Vinzenz Tüpper, der die Mandolinengruppe auch zur Zeit dirigiert. Beim 25jährigen Jubiläum konnten alle Dirigenten: Josef Poquett, Heinrich Poschen, Edmund Braun und Vinzenz Tüpper begrüßt werden und ihnen galt der große Dank der Spieler und Spielerinnen. Ganz besonders freute sich Josef Poquett, dass er im Alter von 80 Jahren noch erleben durfte, wie sich Anregungen zum Musizieren aus seiner Zeit als Lehrer in Steckenborn – wenn auch mit Unterbrechungen – bis heute fortgesetzt haben und gratulierte der Mandolinengruppe ganz besonders zur Aufführung von Offenbach-Melodien, für die die Gruppe viel geprobt hatte. Josef Poquett starb am 24. Mai 2003 nach einem erfüllten Leben. Mitwirkende in der jetzigen Mandolinengruppe, die unter ihrem Lehrer Josef Poquett mit dem Musizieren begonnen hatten, sind: Mechtild Braun, Maria Theißen, Margarete Simons und Ulrich Braun. |